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Zwischenfazit zu #107 – aus dem ersten Mikro-Fazit wird ein echter Live-Test
Und hier die Modell-Steps vom ersten Spieltag: 14.08 – 17.08
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Gesamteinordnung der aktuellen Auswertung, 16.08.2026
Nur einen Tag nach meinem ersten Mikro-Fazit zu **soccer scalping goal times #107** ist die Datenbasis bereits erheblich größer geworden. Beim ersten Zwischenstand waren erst 66 Spiele vollständig beendet. Inzwischen liegen **271 abgeschlossene Spiele** vor. Damit verändert sich für mich auch die Fragestellung. Gestern ging es vor allem darum:
Welche ersten Signale sehen auffällig stark aus?
Heute lässt sich bereits wesentlich interessanter fragen:
Welche dieser Auffälligkeiten bleiben bestehen, wenn die Stichprobe deutlich größer wird?
Und genau hier finde ich den aktuellen Stand spannender als die teilweise perfekten Anfangswerte. Denn nicht alles bleibt bei 100 Prozent. Einige Unterschiede werden kleiner, erste Gegenfälle entstehen – und genau dadurch beginnt sich zu zeigen, wo ein Modell möglicherweise wirklich stabil ist und wo noch genauer hingesehen werden muss.
Grüne Zeitblöcke: erstaunlich stabil trotz vierfach größerer Basis
Eine der für mich erfreulichsten Entwicklungen betrifft die grünen Zeitblöcke. Beim ersten Mikro-Fazit waren erst 25 Grünblöcke vollständig auswertbar.
Damals blieben:
* über 2 Minuten 92,0 % torfrei,
* über 3 Minuten 88,0 %,
* über 4 Minuten 88,0 %,
* über den gesamten Grünblock **84,0 %**.
Inzwischen liegen 100 vollständig auswertbare Grünblöcke vor.
Aktuell bleiben:
* über 2 Minuten 90,0 % torfrei,
* über 3 Minuten 89,0 %,
* über 4 Minuten 89,0 %,
* über den gesamten Grünblock 87,0 %.
Das finde ich bemerkenswert.
Die Zahl der ausgewerteten Grünblöcke hat sich vervierfacht, die Ergebnisse haben sich jedoch nur gering verändert. Von den 100 Grünblöcken blieben 87 vollständig torfrei. In 13 Blöcken fiel mindestens ein Treffer – aber in keinem einzigen ausgewerteten Grünblock fielen bislang zwei oder mehr Tore. Damit liegt die aktuelle Maximal-1-Tor-Quote weiterhin bei 100 %. Für meine praktische Umsetzung bedeutet das zunächst keine Änderung:
Zwei Minuten bleiben für mich der konservative Standard für einen Grünblock-Scalp.
Interessant ist allerdings, dass drei und vier Minuten inzwischen mit jeweils 89 % kaum schwächer abschneiden. Ich werde deshalb nicht automatisch länger im Markt bleiben, diese Haltedauern aber weiter beobachten. Denn beim Scalping entscheidet am Ende nicht allein die Frage, ob ein Zeitfenster torfrei bleibt. Marktbewegung, Backquote, Layquote, Live-Spielbild und Exit bestimmen mit, welche Haltedauer tatsächlich sinnvoll ist.
P2+ bleibt interessant – aber die perfekte Serie ist vorbei
Auch die verstärkten Grünsignale P2+ haben inzwischen eine deutlich brauchbarere Basis. Beim ersten Mikro-Fazit standen hier gerade einmal 7 von 7 erfolgreiche Aktionen.
Aktuell sind es:
42 von 45 beziehungsweise 93,3 %.
Damit ist die perfekte 100-Prozent-Serie verschwunden.
Das empfinde ich nicht als negative Entwicklung.
Im Gegenteil: 93,3 % bei 45 Fällen sind für die weitere Beobachtung wesentlich aussagekräftiger als 100 % bei nur sieben Fällen.
Die normalen P2-Grünaktionen stehen inzwischen bei:
48 von 55 beziehungsweise 87,3 %. Beim ersten Mikro-Fazit waren es 16 von 18 beziehungsweise 88,9 %. Auch hier zeigt sich damit eine erstaunliche Stabilität.
Risiko 2+ Tore in kurzer Zeit: der frühe Abstand wird realistischer
Bei inzwischen 271 beendeten Spielen blieben 69,4 % ohne zwei oder mehr Tore innerhalb eines 6-Minuten-Fensters. Innerhalb von vier Minuten liegt dieser Wert bei 77,1 %. Besonders interessant war im ersten Mikro-Fazit die Trennung zwischen den Kategorien UNTER LIGA und ERHÖHTES RISIKO. Damals sah der Unterschied fast spektakulär aus:
UNTER LIGA lag bei 90,0 %, ERHÖHTES RISIKO lediglich bei 47,4 %. Dieser riesige Abstand hat sich mit zunehmender Datenmenge deutlich verkleinert.
Aktuell erreicht:
UNTER LIGA: 75,9 % bei 54 Spielen gegenüber ERHÖHTES RISIKO: 63,0 % bei 73 Spielen. Der Abstand beträgt damit noch rund 12,9 Prozentpunkte. Für mich ist das ein gutes Beispiel dafür, warum kleine Stichproben vorsichtig behandelt werden müssen. Die Richtung ist weiterhin vorhanden:
UNTER LIGA schneidet besser ab als ERHÖHTES RISIKO.
Aber aus einem extremen Frühunterschied wird mit mehr Daten ein wesentlich realistischerer Abstand. Genau solche Entwicklungen möchte ich in meiner Strategie-Werkstatt sehen und nicht nachträglich glattbügeln.
DOPPELT INTERESSANT: die Halbzeiten bleiben deutlich interessanter
Eine Aussage aus dem ersten Mikro-Fazit scheint sich bisher dagegen recht gut zu halten. Die getrennten Halbzeit-Signale in den Spalten FE und FF schneiden weiterhin deutlich besser ab als das Gesamtspiel-Signal FD.
Aktueller Stand:
Spalte FE – 1. Halbzeit
* 90,0 % ohne 2+ Tore innerhalb von 6 Minuten
* 96,7 % innerhalb von 4 Minuten
* 30 ausgewertete Fälle
Spalte FF – 2. Halbzeit
* 81,8 % innerhalb von 6 Minuten
* 86,4 % innerhalb von 4 Minuten
* 44 Fälle
Spalte FD – Gesamtspiel
* 60,5 % innerhalb von 6 Minuten
* 71,1 % innerhalb von 4 Minuten
* 38 Fälle
Besonders FE bleibt damit auffällig. Die Datenbasis ist inzwischen wesentlich größer als beim ersten Mikro-Fazit, trotzdem würde ich daraus noch kein eigenständiges Wettsignal machen. Für mich bleiben FE und FF zunächst zusätzliche Filter beziehungsweise Bestätigungen.
FT-Torobergrenze: aus 44/44 werden 149/157
Hier liegt für mich die interessanteste Veränderung der gesamten Zwischenanalyse. Beim ersten Mikro-Fazit standen die ausgelösten FI-Signale bei: 44 von 44 bestanden. Das sah natürlich außergewöhnlich stark aus. Inzwischen wurden 157 reale FI-Signale in 144 Spielen ausgelöst. Davon wurden: 149 bestanden und 8 nicht bestanden.
Das entspricht aktuell:
94,9 % bestandenen FI-Signalen.
FI-1T steht bei:
92 von 97 = 94,8 %.
FI-2T bei:
57 von 60 = 95,0 %.
Nach Under-Linie:
* Under 5,5: 79/83 = 95,2 %
* Under 6,5: 62/64 = 96,9 %
* Under 4,5: 7/8 = 87,5 %
Under 7,5 steht lediglich bei 1/2 und besitzt damit noch keine brauchbare Stichprobe. Die 100-Prozent-Serie ist also vorbei. Trotzdem gefällt mir der aktuelle Stand eigentlich besser. Warum? Weil wir jetzt nicht mehr nur wissen, **dass** ein Signal häufig bestanden wird. Wir können erstmals untersuchen, wo die Gegenfälle entstehen. Und dabei zeigt sich eine sehr interessante Auffälligkeit.
Die 45. Minute fällt erstmals deutlich auf
Für meine praktische Auswertung trenne ich zusätzlich die Ligen heraus, die ich ohnehin nicht spiele.
Das betrifft:
E3, EC, ECN, ECS, SC2 und SC3.
Wichtig ist mir dabei: Das ist keine nachträgliche Reparatur des Modells Die vollständige Modellbilanz bleibt selbstverständlich sichtbar: 149 von 157 = 94,9 %. Innerhalb meines tatsächlich gespielten Liga-Universums stehen die FI-Signale momentan bei: 122 von 126 = 96,8 %. Und genau hier entsteht die momentan interessanteste neue Beobachtung.
Nach exakter Trigger-Minute ergeben sich:
* Minute 30: 8/8
* Minute 35: 9/9
* Minute 40: 33/33
* Minute 45: 50/54
* Minute 50: 22/22
Das bedeutet:
Alle Trigger-Minuten außer der 45. Minute stehen innerhalb meiner gespielten Ligen zusammen bei: 72 von 72. Die Minute 45 dagegen bei: 50 von 54 = 92,6 %. Noch auffälliger wird es bei der Kombination: 45′ + FI-1T + Under 5,5 Hier wurden bislang: 22 von 25 = 88,0 % bestanden. Dieselbe Kombination FI-1T + Under 5,5 außerhalb der 45. Minute steht dagegen momentan bei: 37 von 37. Und tatsächlich haben die vier derzeit verbliebenen FI-Gegenfälle innerhalb meiner gespielten Ligen eine Gemeinsamkeit:
Alle vier wurden exakt in Minute 45 ausgelöst.
Das ist für mich inzwischen auffällig genug, um es sichtbar zu markieren. Deshalb gibt es in der aktuellen Excelmappe den neuen Hinweis: 45′ VORSICHT
45′ VORSICHT“ bedeutet nicht „Minute 45 streichen
Gerade hier möchte ich nicht den Fehler machen, aus vier Gegenfällen sofort rückwirkend eine perfekte neue Regel zu bauen. Ich könnte natürlich sagen: „Dann nehme ich Minute 45 einfach aus dem Modell heraus.“ Die historische Trefferquote würde dadurch sofort schöner aussehen. Genau das möchte ich aber nicht. Deshalb verändert 45′ VORSICHT weder die FI-Linie noch den Modellwert. Ein Signal wie: 1 Tor bis 45′ → Under 5,5 bleibt zunächst genau dieses Signal. Der zusätzliche Hinweis bedeutet lediglich: Bei einem FI-Trigger exakt zur 45. Minute möchte ich momentan besonders kritisch auf das Live-Spiel, die Quote und die aktuelle Situation schauen. Nicht automatisch auslassen. Nicht automatisch eine höhere Under-Linie wählen. Erst einmal: beobachten.
Spielt die Nachspielzeit der ersten Halbzeit eine Rolle?
Hier entsteht gleichzeitig eine neue Forschungsfrage. Mein Eindruck ist, dass die Nachspielzeiten der ersten Halbzeit in der laufenden Saison deutlich häufiger beziehungsweise länger ausfallen als früher. Hinzu kommt ein technischer Punkt meiner Datenbasis. Trefferzeiten wie: 45+1, 45+2 oder 45+4 werden für viele Auswertungen auf die Minute 45 zusammengeführt. Das ist für sehr viele Analysen sinnvoll. Bei einem konkreten Trigger zur 45. Minute könnte es allerdings bedeuten, dass die statistische „Minute 45“ in Wirklichkeit einen längeren realen Zeitraum abbildet als beispielsweise Minute 35 oder Minute 40. Ob das die derzeitige Auffälligkeit erklärt, weiß ich noch nicht. Genau deshalb ist es für mich momentan eine Arbeitshypothese und keine neue Regel. Aber es ist eine konkrete Frage, die jetzt weiter untersucht werden kann.
Restzeit FT über 0,5: ein sehr guter Frühwert wird normaler
Auch hier zeigt sich schön, was eine wachsende Stichprobe bewirken kann. Im ersten Mikro-Fazit standen: 38 von 39 Signalen = 97,4 % mit mindestens einem späteren Treffer. Aktuell liegen inzwischen 153 Signale vor. Davon hatten 135 später noch mindestens einen Treffer. Das entspricht: 88,2 %. Die Quote ist damit deutlich niedriger als im ersten Mikro-Fazit. Interessanterweise hat sich die durchschnittliche Wartezeit praktisch nicht verändert. Damals: rund 22,9 Minuten. Aktuell: rund 22,6 Minuten. Meine Einordnung bleibt deshalb unverändert: Das Signal kann interessant sein für die Frage: „Fällt bis zum Spielende wahrscheinlich noch mindestens ein Tor?“ Es ist aber weiterhin kein besonders geeignetes Signal für die Aussage: „In den nächsten zwei oder vier Minuten fällt ein Tor.“ Für einen kurzen Scalping-Einstieg sind das zwei vollkommen unterschiedliche Dinge.
Meta-Tor bleibt weiterhin die Schwachstelle
Die exakte Meta-Torprognose überzeugt mich auch mit größerer Datenbasis noch nicht. Von 270 gültigen Prognosen wurden aktuell 94 exakt der richtigen Tor-Klasse zugeordnet. Das entspricht nur: 44,8 %. Damit bleibt meine Einschätzung aus dem ersten Mikro-Fazit bestehen: Meta-Tor ist derzeit keine eigenständige Tippgrundlage. Interessanter wird dagegen erstmals die Meta-Stärke. Aktuell erreicht: STARK: 48,7 %, n=39 MITTEL: 32,6 %, n=92 SCHWACH: 32,4 %, n=139 Beim ersten Mikro-Fazit war überhaupt keine sinnvolle Staffelung erkennbar. Jetzt entsteht erstmals ein Vorteil der Kategorie STARK. Das macht das Modell interessanter – aber aus einer insgesamt nur 34,8 % exakten Torprognose wird dadurch noch keine fertige Wettstrategie.
Meta-Scalping bleibt wesentlich interessanter als Meta-Tor
Meta-Scalping zeigt weiterhin die gewünschte Rangfolge. Aktuell:
HOCH
* 75,5 % ohne 2+ Tore in 6 Minuten
* 84,9 % in 4 Minuten
* n=53
MITTEL
* 72,3 %
* 79,5 %
* n=112
GERING
* 63,2 %
* 70,8 %
* n=106
Damit bleibt: HOCH > MITTEL > GERING. Allerdings ist auch hier die Anfangseuphorie etwas relativiert worden. Beim ersten Mikro-Fazit stand HOCH noch bei 85,7 %, allerdings bei gerade einmal sieben Spielen. Inzwischen sind es 53. Gerade deshalb gefällt mir der aktuelle Wert besser. Die Differenz zwischen HOCH und MITTEL ist zwar kleiner geworden. Der Abstand zu GERING bleibt jedoch sichtbar. Meta-Scalping bleibt für mich deshalb ein **interessanter zusätzlicher Filter**, nicht aber eine alleinige Wettentscheidung.
Das Tipp-Replay wird langsam wirklich interessant
Inzwischen umfasst das Replay alle 271 beendeten Spiele. Davon hatten: 182 Spiele mindestens einen regelkonformen Tipp-Kandidaten. 89 Spiele hatten überhaupt keine Aktion. Auch das gefällt mir. Ein Modell, das zwanghaft in jedem Spiel einen Tipp finden muss, würde mich eher skeptisch machen. Insgesamt wurden bislang 257 regelkonform rekonstruierte Signalaktionen ausgewertet. Davon verliefen: 239 erfolgreich = 93,0 %. Aufgeteilt:
* P1 / FI: 149/157 = 94,9 %
* P2+ / verstärkter Grünblock: 42/45 = 93,3 %
* P2 / normaler Grünblock: 48/55 = 87,3 %
Diese 93,0 % sind ausdrücklich keine wirtschaftliche Gewinnquote. Noch fehlen für eine wirkliche Bewertung unter anderem: Backquote, Layquote, tatsächliche Haltedauer, Gebühren, offenes Risiko und der reale Exit. Das Replay beantwortet zunächst eine andere Frage: Hätte die heute geltende Signallogik in den bereits beendeten Spielen in die vorgesehene Richtung gearbeitet? Und dafür finde ich den aktuellen Stand ausgesprochen interessant.
Ein Gegenfall kann wertvoller sein als der nächste Treffer
Ein schönes Beispiel dafür ist für mich Verl – Duisburg, Endstand 2:4. Zur 45. Minute entstand: FI-1T → Under 5,5 mit einem Modellwert von 98,7 %. Das Signal wurde nicht bestanden. Später entstand zur 50. Minute jedoch: FI-2T → Under 6,5 mit 97,7 % Modellwert. Dieses Signal wurde bestanden. Genau deshalb versuche ich beim Football-Scalping nicht, ein komplettes Spiel mit einer einzigen Prognose vorherzusagen. Ich bewerte Situationen. Ein Zustand zur 45. Minute kann ungünstig sein. Ein anderer Zustand fünf Minuten später kann erneut eine ganz andere statistische Ausgangslage besitzen.
Bedeutung für meine Tipp-Gestaltung
Gegenüber dem ersten Mikro-Fazit würde ich meine praktische Einschätzung heute etwas präziser formulieren. Die grünen Phasen bleiben für kurze Under-Scalps sehr interessant. Zwei Minuten bleiben mein konservativer Standard. Drei und vier Minuten werden weiter beobachtet, weil sie aktuell kaum schwächer abschneiden. P2+ bleibt mit 93,3 % interessant und liegt weiterhin über dem normalen P2-Grünsignal. Bei der Analyse schneller Mehrfachtore bleibt UNTER LIGA günstiger als ERHÖHTES RISIKO, der anfänglich riesige Abstand hat sich allerdings deutlich relativiert. Die Halbzeit-Signale FE und FF sehen weiterhin wesentlich interessanter aus als das Gesamtspiel-Signal FD. Meta-Tor bleibt für mich vorerst eine Testgröße. Meta-Scalping bleibt ein interessanter zusätzlicher Filter. Und die FT-Torobergrenze FI ist trotz der ersten Gegenfälle weiterhin einer der stärksten Bereiche der aktuellen Auswertung. Neu hinzu kommt jedoch:
Ein FI-Trigger zur 45. Minute bekommt von mir momentan zusätzliche Aufmerksamkeit.
Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.
Mein derzeitiges Zwischenfazit
Das erste Mikro-Fazit zu #107 war spektakulärer. 44 von 44 klingt besser als 149 von 157. 97,4 % klingt besser als 88,2 %. 85,7 % Meta-Scalping HOCH klingt besser als 75,5 %. Aber die heutige Auswertung ist für mich wesentlich wertvoller. Denn die Datenbasis ist größer. Einige starke Werte bleiben erstaunlich stabil. Andere anfänglich extreme Unterschiede werden realistischer. Schwache Modelle bleiben sichtbar. Und erstmals gibt es genügend Gegenfälle, um nicht nur nach der Trefferquote zu fragen, sondern nach deren Struktur. Genau daraus ist jetzt beispielsweise 45′ VORSICHT entstanden. Nicht als rückwirkende Optimierung. Nicht als neue Garantie. Sondern als Ergebnis einer offenen Frage: Warum liegen die derzeitigen FI-Gegenfälle in meinen gespielten Ligen ausgerechnet alle bei Minute 45? Wenn sich diese Auffälligkeit mit den nächsten Spielen wieder auflöst, wird auch das dokumentiert. Wenn sie bestehen bleibt, haben wir einen neuen Ansatzpunkt für die nächste größere Prüfung. Genau so stelle ich mir meine Strategie-Werkstatt 2026/27 vor: beobachten – prüfen – vergleichen – anpassen – und auch Ergebnisse stehen lassen, die nicht so schön aussehen wie am ersten Tag. Der vielleicht wichtigste Unterschied zum ersten Mikro-Fazit ist deshalb für mich: Damals hatten wir vor allem sehr starke Zahlen. Heute beginnen wir langsam zu verstehen, warum einige dieser Zahlen stark sind – und wo ihre Grenzen liegen könnten.
