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Risiko 2+ Tore in 6 Minuten

PS: Die Daten in den Podcasts und auf dieser Seite können sich im Lauf der Zeit verändern.
Hast du Fragen? fred.neumann.hannover@gmail.com


Wenn sechs Minuten alles verändern

Ein weiteres Risikomodell beschäftigt sich mit einer Situation, die für mein Football-Scalping eine besondere Bedeutung hat:

Wie hoch ist bei einem bevorstehenden Spiel das Risiko, dass innerhalb von maximal sechs Minuten mindestens zwei Tore fallen?

Statistische Risikoauswertung für meine zweimal wöchentlich veröffentlichten Spielprognosen – mit 76.567 gültigen historischen Referenzspielen aus 65 Ligen und inzwischen 40.337 verwertbaren Walk-Forward-Backtests für die Prüfung und Kalibrierung des Modells.

Das Modell auf einen Blick

Zentrale Kennzahl
Risiko 2+ Tore in 6 Min.
Geschätztes Risiko von mindestens zwei Treffern innerhalb eines maximalen Zeitfensters von sechs Minuten.
Historische Datenbasis
76.567 Spiele
Mannschaften, Ligen, Spieldaten und chronologisch gespeicherte Trefferzeiten.
Historischer Walk-Forward-Test
40.337 Spiele
Jede Prognose wurde so berechnet, als wären nur die Informationen verfügbar gewesen, die vor dem damaligen Spiel bekannt waren.
Mein Auswahlprinzip
Je niedriger, desto tendenziell interessanter
Gesucht werden Begegnungen mit möglichst geringer historischer Gefahr schneller Mehrfachtreffer.

Warum interessieren mich gerade sechs Minuten?

Beim Football-Scalping können sechs Minuten verdammt lang sein.
Wer – wie ich – häufig in Unter-Tore-Märkten arbeitet, kennt genau diese Situation: Ein Spiel wirkt ruhig, die statistischen Voraussetzungen passen, der Einstieg ist erfolgt – und plötzlich fallen innerhalb weniger Minuten zwei Treffer.
Vielleicht fällt das 1:0 und kurz darauf das 1:1. Vielleicht trifft dieselbe Mannschaft zweimal. Für Positionen, die teilweise nur wenige Minuten gehalten werden, ist genau dieses Szenario besonders relevant.
+
Ich suche mit dieser Berechnung nicht nach besonders torreichen Spielen.
+
Mich interessieren Begegnungen, bei denen schnelle Mehrfachtreffer historisch möglichst selten aufgetreten sind.
+
Die Berechnung soll einen weiteren Risikofaktor vor einem möglichen Scalping-Einsatz sichtbar machen.

Was genau zählt als 6-Minuten-Ereignis?
Die Definition ist bewusst einfach und eindeutig.
Mindestens zwei Tore innerhalb von maximal sechs Minuten
Ein historisches Spiel wird als auffällig gewertet, sobald mindestens einmal zwei Treffer innerhalb eines Zeitraums von maximal sechs Minuten gefallen sind.
✓ Das zählt
27. → 32. Minute
Fünf Minuten Abstand – das Kriterium ist erfüllt.
73. → 76. Minute
Drei Minuten Abstand – ebenfalls ein 6-Minuten-Ereignis.
✕ Das zählt nicht
10. → 17. → 24. Minute
Zwischen den einzelnen Treffern liegen jeweils sieben Minuten. Das definierte Zeitfenster wird nicht erreicht.
Wichtig:
Es spielt keine Rolle, welche Mannschaft trifft. Ein schnelles 1:0 und 1:1 zählt genauso wie zwei Treffer derselben Mannschaft.

Auch die Gesamtzahl der Tore ist nicht entscheidend. Ein 4:0 kann bei dieser speziellen Betrachtung vollkommen unauffällig sein, wenn die Treffer weit auseinanderliegen.

Die zentrale Kennzahl: Risiko 2+ Tore in 6 Min.
Für meine persönliche Vorauswahl gilt zunächst: Je niedriger der berechnete Prozentwert, desto interessanter ist das Spiel unter genau diesem Gesichtspunkt.
Beispiel
12 %
sehr niedriges Risiko
Beispiel
18 %
niedriges Risiko
Beispiel
25 %
mittlerer Bereich
Beispiel
35 %+
erhöhtes Risiko
40.337 Backtests bestätigen die grundsätzliche Risikostaffelung.
Die vorhandenen Berechnungsformeln bleiben deshalb vorerst unverändert. Neu ist eine zusätzliche historische Kalibrierung: Neben dem Rohwert kann ich nun zeigen, welches Risiko Spiele aus demselben Prognosebereich im großen Walk-Forward-Test tatsächlich hatten.

76.567 historische Spiele aus 65 Ligen als Grundlage
Die historische Referenz wurde für die Saison 2026/27 deutlich erweitert. In der ersten Version standen
58.318 auswertbare Spiele zur Verfügung.
Inzwischen enthält meine Datenbasis auch die Ligen, die ich im Verlauf der Saison 2026/27 beobachten werde,
deren neue Spielzeit zum Zeitpunkt der ersten Auswertung aber noch gar nicht begonnen hatte.
Auswertbare Spiele
76.567
+18.249 gegenüber der alten Referenz
Liga-Universum
65 Ligen
für meine Saison 2026/27 berücksichtigt
≤ 6 Minuten
26,60 %
20.363 Spiele mit Ereignis
≤ 4 Minuten
18,30 %
14.010 Spiele mit Ereignis
Warum 76.567 und nicht einfach alle vorhandenen Zeilen?

Im Blatt Fd_fest1 liegen 76.628 Historienzeilen. Das Modell übernimmt jedoch nur Spiele,
bei denen Endergebnis und gespeicherte Trefferzeiten konsistent zusammenpassen. 61 Datensätze fallen durch diese
Qualitätsprüfung heraus. Für die Berechnung bleiben deshalb 76.567 gültige historische Spiele.

Auch Ligen ohne aktuell laufende Saison bleiben in der Referenz.

Für die Prognose eines konkreten Spiels werden die beteiligten Mannschaften und vor allem die
passende Liga dieses Spiels ausgewertet.
Eine Liga, deren Saison aktuell noch nicht begonnen hat, verfälscht deshalb nicht einfach die Ligaquote eines anderen Wettbewerbs.

Zusätzlich verwendet das Modell ein allgemeines Marktniveau der jüngeren Vergangenheit zur vorsichtigen Glättung.
Deshalb halte ich die Datenbasis bewusst auf das Liga-Universum begrenzt, das ich in der Saison 2026/27 tatsächlich beobachten möchte.

Interessanter Nebeneffekt der größeren Referenz:
Die allgemeine Ereignisquote steigt nicht. Sie sinkt sogar leicht:
bei ≤6 Minuten von 27,49 % auf 26,60 %
und bei ≤4 Minuten von 18,98 % auf 18,30 %.

So entsteht die Prognose
Vier Bausteine bilden das aktuelle Modell. Die Mannschaften stehen dabei klar im Mittelpunkt.

01
Heimteam
Letzte 40 Spiele
Wie häufig trat bei diesem Team mindestens ein 6-Minuten-Ereignis auf?

02
Gastteam
Letzte 40 Spiele
Auch der Gegner erhält sein eigenes historisches Risikoprofil.

03
Heim / Auswärts
Zusätzlicher Kontrollwert
Heimspiele des Heimteams und Auswärtsspiele des Gastes werden separat betrachtet.

04
Liga
Aktuelle Referenz
Die Liga dient als Vergleich und zur vorsichtigen statistischen Glättung.

Warum ich die Liga nicht einfach bis 2022 zurückrechne
Eine große Datenmenge ist nicht automatisch eine bessere oder aktuellere Datenmenge.
Bevorzugte Liga-Historie
12 Monate
Die aktuelle Ligaentwicklung steht im Mittelpunkt.
Bei kleiner Datenbasis
18 Monate
Erweiterung nur dann, wenn zwölf Monate nicht ausreichen.
Maximale Erweiterung
24 Monate
Ältere Daten sollen nicht unnötig dominieren.
Mannschaften verändern sich, Trainer wechseln, Teams steigen auf und ab und auch der Charakter einer Liga kann sich über mehrere Jahre verändern.

Die Liga dient deshalb hauptsächlich als aktuelles Vergleichsniveau und zur vorsichtigen Glättung kleiner Mannschaftsstichproben.

Gleicher Durchschnitt – völlig anderes Risikoprofil
Ein einfacher Mittelwert würde einen für mich wichtigen Unterschied verschlucken.
Spiel A
Heimteam
10 %
Gastteam
30 %
Durchschnitt: 20 %. Eine Mannschaft bringt jedoch ein deutlich höheres Einzelrisiko mit.
Spiel B
Heimteam
19 %
Gastteam
21 %
Durchschnitt ebenfalls 20 %. Beide Mannschaften besitzen jedoch ein ähnlich niedriges Risikoprofil.
Für meinen Ansatz gefällt mir Spiel B deutlich besser.
Ein einzelnes auffälliges Team soll die Gesamtbewertung eines Spiels bewusst verschlechtern.

Warum 0 von 5 nicht automatisch besser als 3 von 40 ist
Gerade bei besonders niedrigen Prozentwerten ist die Größe der Datenbasis entscheidend.
Mannschaft A
0 / 5 = 0 %
Sieht hervorragend aus – basiert aber lediglich auf fünf historischen Spielen.
Mannschaft B
3 / 40 = 7,5 %
Höherer Prozentwert – aber eine deutlich belastbarere Datenbasis.
Deshalb werden kleine Stichproben bewusst geglättet.
Je weniger historische Spiele für ein Team vorhanden sind, desto stärker hilft das aktuelle Liga-Niveau dabei, unrealistische Extremwerte abzufangen.

Vier Minuten sind nicht einfach die strengere Version von sechs Minuten
Das identische Grundmodell wird inzwischen zusätzlich auf
2+ Tore innerhalb von maximal vier Minuten
angewendet.

Intuitiv könnte man vermuten: Wenn das Zeitfenster enger wird und solche extrem schnellen Torfolgen seltener auftreten,
müssten automatisch mehr Spiele als besonders risikoarm eingestuft werden.
Genau das passiert aber nicht.

≤ 6 Minuten
64 Spiele
INTERESSANT oder SEHR INTERESSANT
Gesamtzahl gegenüber alter Referenz unverändert
≤ 4 Minuten
60 Spiele
INTERESSANT oder SEHR INTERESSANT
vorher 57 Spiele
Schnittmenge Gesamtspiel
40 Spiele
DOPPELT INTERESSANT
vorher 38 Spiele
Auf der reinen Ereignisebene ist das Bild eindeutig
2+ Tore innerhalb ≤ 6 Minuten
20.363 / 76.567 = 26,60 %
73,40 % ohne ein solches Ereignis
2+ Tore innerhalb ≤ 4 Minuten
14.010 / 76.567 = 18,30 %
81,70 % ohne ein solches Ereignis
Das Vier-Minuten-Ereignis ist also deutlich seltener. Trotzdem entstehen dadurch nicht automatisch mehr Spiele mit einer positiven Modellbewertung,
weil auch das jeweilige Liga- und Teamniveau entsprechend niedriger ausfällt.
Warum ist das möglich?
Meine Bewertung arbeitet nicht mit einer starren Prozentgrenze.
Das Risiko eines Spiels wird immer auch relativ zum aktuellen Niveau seiner Liga
und zu den beiden Mannschaftswerten beurteilt.
Was verändert sich bei vier Minuten?
Nicht nur das absolute Spielrisiko sinkt. Auch die jeweilige Liga-Referenzquote
sinkt. Dadurch kann ein Spiel bei sechs Minuten INTERESSANT sein, bei vier Minuten aber seine relative Sonderstellung verlieren.
Die größere Referenz macht das Modell nicht einfach großzügiger
Beim 6-Minuten-Modell bleiben es trotz 18.249 zusätzlicher Referenzspiele exakt 64 positiv bewertete Begegnungen.
Es sind allerdings nicht identisch dieselben 64 Spiele:
8 Spiele kamen neu hinzu und 8 andere fielen aus dieser Gruppe heraus.

Insgesamt änderte sich bei 72 der 365 betrachteten Prognosespiele die qualitative 6-Minuten-Einstufung.
Für mich ist das ein wichtiger Hinweis: Mehr Referenzdaten erzeugen nicht automatisch mehr gute Bewertungen,
sondern können die relative Einordnung einzelner Spiele präziser verschieben.

DOPPELT INTERESSANT
Aktuell erfüllen im Gesamtspiel 40 Begegnungen beide Bedingungen.
Zusätzlich ergeben sich 54 Begegnungen für die 1. Halbzeit
und 43 Begegnungen für die 2. Halbzeit.
Diese Schnittmengen interessieren mich besonders, weil dort die relative Risikostruktur sowohl im 6- als auch im 4-Minuten-Modell niedrig ausfällt.

Gesamtspiel, 1. Halbzeit und 2. Halbzeit bekommen ihre eigene Referenz
Ein Gesamtspiel und eine einzelne Halbzeit dürfen bei dieser Fragestellung nicht mit demselben Normalwert verglichen werden.
Über 90 Minuten gibt es schlicht mehr Gelegenheit für zwei schnelle Treffer als innerhalb einer einzelnen Halbzeit.

Deshalb werte ich die historische Basis inzwischen getrennt für
Gesamtspiel, 1. Halbzeit und 2. Halbzeit aus.

Gesamtspiel
ohne ≤6-Min.-Ereignis
73,40 %
ohne ≤4-Min.-Ereignis
81,70 %
1. Halbzeit
ohne ≤6-Min.-Ereignis
87,90 %
ohne ≤4-Min.-Ereignis
92,01 %
2. Halbzeit
ohne ≤6-Min.-Ereignis
83,26 %
ohne ≤4-Min.-Ereignis
88,64 %
DOPPELT INTERESSANT – erster Vergleich mit der passenden Normalbasis
Spalte FB · Gesamtspiel
≤6 Min.: 27 / 36 = 75,0 %
Normalbasis: 73,40 % → +1,60 PP

≤4 Min.: 30 / 36 = 83,3 %
Normalbasis: 81,70 % → +1,63 PP

Spalte FC · 1. Halbzeit
≤6 Min.: 44 / 47 = 93,6 %
Normalbasis: 87,90 % → +5,71 PP

≤4 Min.: 46 / 47 = 97,9 %
Normalbasis: 92,01 % → +5,86 PP

Spalte FD · 2. Halbzeit
≤6 Min.: 35 / 40 = 87,5 %
Normalbasis: 83,26 % → +4,24 PP

≤4 Min.: 36 / 40 = 90,0 %
Normalbasis: 88,64 % → +1,36 PP

Was fällt bisher besonders auf?

Spalte FC – 1. Halbzeit liegt derzeit in beiden Zeitfenstern rund
5,7 bis 5,9 Prozentpunkte über der passenden historischen Normalbasis.
Das ist für mich wesentlich aussagekräftiger als die hohe Erfolgsquote allein.

Trotzdem bleibt die Stichprobe noch klein. Diese Werte sind deshalb keine neue Regel und keine Garantie.
Die entscheidende Frage lautet: Bleibt dieser Abstand bestehen, wenn aus einigen Dutzend Signalen mehrere hundert werden?

Wichtig zur Einordnung:
Die Werte in Spalte FB, Spalte FC und Spalte FD in diesem Abschnitt stammen aus den bislang tatsächlich gespielten Prognosebegegnungen. Sie sind bewusst getrennt vom großen historischen Walk-Forward-Backtest mit 40.337 verwertbaren Spielen zu betrachten.

Was meine Leser in den Prognosen sehen sollen
Meine interne Excel-Auswertung enthält weiterhin deutlich mehr Kennzahlen, als ich in den zweimal wöchentlich veröffentlichten Prognosen zeigen möchte.
Die 4-Minuten-Berechnung bleibt intern wichtig, weil sie unter anderem in die Schnittmenge
DOPPELT INTERESSANT einfließt.

Nach dem Backtest mit 40.337 verwertbaren Spielen ergänze ich öffentlich jedoch eine zweite Ebene:
die historisch kalibrierten 6-Minuten-Risikowerte.
Damit bleibt die ursprüngliche Modellprognose unangetastet, während gleichzeitig sichtbar wird, welches reale Risiko vergleichbare Prognosebereiche im Backtest tatsächlich zeigten.

Öffentlich bleibt die Darstellung bewusst kompakt.
Datum
Spiel
Liga
Kalibriert 6 Min.
Doppelt interessant
Kalibriert 6 Min. / 1. HZ
Doppelt interessant / 1. HZ
Kalibriert 6 Min. / 2. HZ
Doppelt interessant / 2. HZ
Plan_1
Spalte AB
Kalibriert 6 Min. – Gesamtspiel
Plan_1
Spalte AD
Kalibriert 6 Min. / 1. HZ
Plan_1
Spalte AE
Kalibriert 6 Min. / 2. HZ
Die ursprünglichen Roh-Prognosen sowie Teamhistorie, Heim-/Auswärtswerte, Ligaquote, Datenbasis und Datenqualität bleiben intern vollständig erhalten.

Für die Schnittmenge aus 6- und 4-Minuten-Modell verwende ich weiterhin bewusst die Bezeichnungen
Spalte FB für das Gesamtspiel,
Spalte FC für die 1. Halbzeit und
Spalte FD für die 2. Halbzeit.
Die 4-Minuten-Rohwerte selbst bleiben vorerst eine interne Kontrollgröße.

Die Berechnung ist kein automatisches Einstiegssignal

Eine Begegnung kann in dieser Auswertung hervorragend aussehen und trotzdem für mein Football-Scalping ungeeignet sein.
Die Berechnung untersucht ausschließlich ein einziges, sehr konkretes Risiko.
Sie ersetzt weder die weitere statistische Analyse, die Beobachtung des tatsächlichen Spielverlaufs noch mein persönliches Risiko- und Positionsmanagement.
Für mich ist das Modell ein zusätzlicher Filter – keine Wettanweisung.

40.337 historische Walk-Forward-Backtests: Die Formeln haben Bestand
Der Backtest ist inzwischen nicht mehr nur der nächste geplante Schritt. Für
40.337 verwertbare historische Spiele
wurde die damalige Prognosesituation nachgebildet.

Dazu wurden die zu testenden Spiele jeweils aus der historischen Datenbasis herausgenommen und anschließend mit genau den Informationen bewertet, die vor dem damaligen Spiel verfügbar gewesen wären.
So sollen spätere Ergebnisse nicht rückwirkend in frühere Prognosen hineinwirken.

Verwertbare Backtests
40.337
historische Prognosen ohne Blick in die Zukunft
Referenzbasis
76.567
gültige historische Spiele aus 65 Ligen
Entscheidung
Formeln bleiben
keine Anpassung nur wegen einzelner auffälliger Teilbereiche
Neue zweite Ebene
Kalibrierung 40k
Rohwert plus historisch beobachtetes Risiko

Wie nah liegen Prognose und Realität über alle 40.337 Spiele?
Gesamtspiel · ≤6 Min.
Ø Prognose 27,38 % → Realität 29,82 %
+2,44 Prozentpunkte
Gesamtspiel · ≤4 Min.
Ø Prognose 18,98 % → Realität 21,26 %
+2,28 Prozentpunkte
1. HZ · ≤6 Min.
Ø Prognose 12,70 % → Realität 12,82 %
nur +0,13 Prozentpunkte
2. HZ · ≤6 Min.
Ø Prognose 17,44 % → Realität 18,10 %
+0,66 Prozentpunkte
1. HZ · ≤4 Min.
Ø Prognose 8,48 % → Realität 8,69 %
nur +0,21 Prozentpunkte
2. HZ · ≤4 Min.
Ø Prognose 11,91 % → Realität 12,85 %
+0,94 Prozentpunkte

Der wichtigste Stabilitätstest: Die Risikoreihenfolge bleibt bestehen.

Beim Gesamtspiel-6-Minuten-Modell wurden die Spiele nach ihrer Roh-Prognose in fünf annähernd gleich große Gruppen sortiert.
Die tatsächliche Ereignisquote steigt dabei von
23,1 %
über
26,7 % · 30,4 % · 31,9 %
bis auf
37,0 %
in der höchsten Risikogruppe.

Genau diese stabile Trennung ist für mich wichtiger als einzelne spektakuläre Prozentbereiche aus kleinen Stichproben.

Auch die qualitative Bewertung trennt die Risiken
SEHR INTERESSANT
24,4 %
1.183 Spiele
INTERESSANT
27,2 %
5.417 Spiele
UNTER LIGA
28,6 %
9.053 Spiele
ERHÖHTES RISIKO
32,0 %
11.820 Spiele
Zum Vergleich: Über alle verwertbaren Spiele liegt die tatsächliche Gesamtspiel-Quote für das ≤6-Minuten-Ereignis bei 29,82 %.

DOPPELT INTERESSANT im 40k-Backtest
Gesamtspiel · 4.230 verwertbare Signale
≤6 Min.: 27,0 % statt 29,8 % Gesamt
≤4 Min.: 18,4 % statt 21,3 % Gesamt
1. Halbzeit · 5.358 verwertbare Signale
≤6 Min.: 12,0 % statt 12,8 % Gesamt
≤4 Min.: 8,1 % statt 8,7 % Gesamt
2. Halbzeit · 4.979 verwertbare Signale
≤6 Min.: 16,5 % statt 18,1 % Gesamt
≤4 Min.: 11,3 % statt 12,8 % Gesamt

Konsequenz: Formel behalten – Kalibrierung ergänzen

Der 40k-Test liefert keinen Grund, die eigentliche Berechnungslogik umzubauen.
Stattdessen nutze ich zusätzlich eine historische Kalibrierung.

Beispiel: Ein aktuelles Spiel kann eine Roh-Prognose von 17,5 % besitzen.
Im historischen Backtest lagen Spiele aus der entsprechenden niedrigen Prognoseklasse tatsächlich bei rund
22,1 %.
Beide Informationen sind für mich wertvoll: Der Rohwert zeigt die interne Modellberechnung, der kalibrierte Wert zeigt die historische Realität vergleichbarer Prognosen.

Die Kalibrierung basiert inzwischen auf 40.337 verwertbaren Spielen und ersetzt keine Live-Beobachtung. Sie ist eine zusätzliche Risikoeinordnung.

Warum mir diese Auswertung wichtig ist

Football-Scalping besteht für mich nicht darin, möglichst viele Wetten zu platzieren. Mich interessieren Situationen, bei denen möglichst viele kleine Faktoren zusammenpassen. Mindestens genauso wichtig ist für mich die Frage, welche Risiken in einer bestimmten Begegnung gerade nicht überdurchschnittlich vorhanden sind. Ich kann nicht verhindern, dass innerhalb von sechs Minuten plötzlich zwei Tore fallen. Ich kann aber versuchen herauszufinden, bei welchen Begegnungen dieses Szenario historisch besonders selten aufgetreten ist.

Nicht vorhersagen zu wollen, was sicher passieren wird –

sondern möglichst genau zu verstehen, welches Risiko ich in diesem Moment überhaupt eingehe.

Datenstand dieser Auswertung: 11.08.2026 · Referenzbasis: 76.567 gültige historische Spiele aus 65 Ligen · Walk-Forward-Backtest: 40.337 verwertbare Spiele.

Hinweis:
Die dargestellten Berechnungen dokumentieren meine persönliche Vorgehensweise beim Football-Scalping. Fred Neumann