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Glossar

Glossar: Football-Trading, Scalping & Statistik
Hier findest du die Begriffe, die auf football-scalping-strategy.com und in Freds Excel-Auswertungen verwendet werden: verständlich erklärt und mit passenden Beiträgen sowie verwandten Begriffen verknüpft.

Wähle einen Buchstaben und klappe den Bereich auf. Begriffe mit der Kennzeichnung Freds Auswertung beschreiben die auf dieser Website verwendeten eigenen Auswertungen.

121 Begriffe. Eigene Auswertungsbegriffe sind gekennzeichnet.

A
Antizipierender Einstieg

Eröffnung einer Position vor einer erwarteten Quotenbewegung. Die Erwartung kann auf einem Zeitfenster, dem Spielbild oder einer Marktbeobachtung beruhen. Das erwartete Signal und die Ausstiegsbedingungen werden vor der Ausführung festgelegt.

Arbitrage (Arbing)

Kombination von Wetten, deren berechnetes Ergebnis bei allen erfassten Ausgängen positiv ist. Entscheidend sind die tatsächlich angenommenen Quoten, passende Einsatzgrößen und die Kosten. Erst vollständig ausgeführte, zusammenpassende Wetten bilden die berechnete Position.

Ausführung (Execution)

Die tatsächliche Annahme einer Order: zu welcher Quote, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt sie zustande kommt. Für einen Scalp zählt der ausgeführte Preis; eine auf dem Bildschirm angezeigte Quote ist noch keine bestätigte Wette.

Automation / Bot

Ausführung festgelegter Regeln durch Software, zum Beispiel ein Einstieg bei einer bestimmten Quote oder ein Ausstieg nach einer vorgegebenen Haltedauer. Die Regeln müssen auch Teilfüllungen, Live-Verzögerungen und Marktsperren berücksichtigen.

B
Back-Lay-Spread (Spread)

Abstand zwischen der besten verfügbaren Back- und Lay-Quote einer Auswahl. Beispiel: Back 1,50 und Lay 1,51 ergeben einen Spread von 0,01. Beim sofortigen Ein- und Ausstieg entsteht daraus ein Kosteneffekt; für kleine Tick-Ziele ist deshalb auch die verfügbare Geldmenge an diesen Quoten wichtig.

Back-to-Lay

Handelsfolge: zuerst Back, anschließend Lay derselben Auswahl. Eine niedrigere Lay-Quote kann bei passenden Einsätzen einen Gewinn über die Ausgänge verteilen. Beispiel vor Gebühren: Back 100 € bei 1,50 und Lay rund 107,14 € bei 1,40 ergeben rund 7,14 € Gewinn auf beiden Seiten. Die Werte sind gerundet.

Back-Wette

Wette auf das Eintreten eines Ereignisses. Back Unter 2,5 Tore gewinnt bei höchstens zwei Treffern im abgerechneten Zeitraum. Vor Gebühren gilt: Gewinn bei erfolgreicher Wette = Einsatz × (Quote − 1). Ein Back kann eine Position eröffnen oder eine vorhandene Lay-Position schließen.

Backtest

Prüfung einer Handelsregel an historischen Daten. Die Regel, ihre Zeitfenster und die Auswertungsmethode werden eindeutig beschrieben. Bei einer rückblickend optimierten Regel werden anschließend zusätzliche, für die Auswahl ungenutzte Daten zur Prüfung benötigt.

Bankroll

Das für die eigene Wett- und Trading-Arbeit vorgesehene Kapital. Die Bankroll dient als Bezugsgröße für Einsätze und Risikolimits. Für die Entwicklung des Kapitals müssen Ein- und Auszahlungen von den tatsächlichen Handelsergebnissen getrennt werden.

Bankroll Management

Regeln für Einsatzhöhe, maximale offene Haftung und die Verteilung des Kapitals auf Spiele und Märkte. Bei mehreren Positionen in einem Spiel zählt die gemeinsame Belastung. Ein kleiner einzelner Einsatz sagt noch wenig über das gesamte offene Risiko aus.

Breakeven-Punkt

Punkt, an dem die zusammengehörenden Wetten nach Gebühren weder Gewinn noch Verlust ergeben. Ein Bruttogewinn von wenigen Cent kann durch Kosten aufgebraucht werden. Deshalb wird ein Scalp anhand seines Nettoergebnisses beurteilt.

Buchung

Einzelner Datensatz in der Ergebnisaufzeichnung. Er kann zu einer Back-Wette, einer Lay-Wette oder einer Gebühr gehören. Gebühren fließen ins Nettoergebnis ein, werden aber nicht als eigenständige Wetten gezählt.

Buchungs-Drawdown

Rückgang der Ergebniskurve, wenn Buchungen nacheinander verarbeitet werden. Gegenwetten können diese Kurve vorübergehend stark verändern. Für die Interpretation müssen Buchungsreihenfolge und Zusammengehörigkeit feststehen; der Wert beschreibt eine andere Ebene als der Drawdown vollständiger Trades.

C
Closing / „Trade schließen“

Schließen einer offenen Position durch passende Gegenwetten. Bei einer vollständig ausgeglichenen Position ist das Ergebnis für alle abgedeckten Ausgänge gleich. Eine teilweise Absicherung verändert das Ergebnisprofil, lässt aber eine Restposition bestehen.

Commission (Gebühr)

Gebühr der Wettbörse. Bei einem marktbezogenen Provisionsmodell, beispielsweise dem üblichen Betfair-Modell, ist der positive Nettogewinn des abgerechneten Marktes die Grundlage. Mehrere Gegenwetten im selben Markt bedeuten dort nicht automatisch eine separate Provision auf jede Einzelwette. Maßgeblich ist das Gebührenmodell des jeweiligen Anbieters.

Cross-Matching

Börsenmechanismus, der kompatible Wettangebote verschiedener Ausgänge miteinander verrechnen kann. Je nach Anbieter und Marktmodell kann auch eine Verknüpfung passender Märkte vorgesehen sein. Welche Ausführung tatsächlich möglich ist, bestimmt die jeweilige Plattform.

D
Datenleck / Look-Ahead-Bias

Verwendung von Informationen, die zum damaligen Entscheidungszeitpunkt noch nicht bekannt waren. Ein Beispiel ist die Auswahl eines Ruhefensters mit Torzeiten des später zu prognostizierenden Spiels. Dadurch wirkt die historische Auswertung besser, als eine damalige Prognose tatsächlich hätte sein können.

Datenqualität

Zuverlässigkeit und Vollständigkeit der verwendeten Daten. Für Minutenanalysen zählen besonders korrekte Mannschaftsnamen, Spieltermine, Halbzeitstände und Trefferzeiten. Eine fehlende Torzeit wird nicht automatisch als torfreies Fenster behandelt.

Datenverzögerung

Zeitlicher Abstand zwischen einem Ereignis auf dem Platz und seiner Anzeige im Stream, Ticker oder Datenfeed. Eine sichtbare Spielminute kann deshalb dem realen Spiel hinterherlaufen. Das ist von der Verzögerung bei der Orderannahme zu unterscheiden.

Disziplin-Regel (Rule-Set)

Vorab festgelegte Bedingung für Auswahl, Einstieg, Halten oder Ausstieg. Eine Regel kann beispielsweise verlangen, dass das Spielbild zum statistischen Zeitfenster passt. Im Wetttagebuch lässt sich festhalten, ob die Entscheidung regelgerecht war und welches Ergebnis sie hatte.

Drawdown

Rückgang einer ausgewerteten Kapital- oder Ergebniskurve von ihrem bisherigen Höchststand. Beispiel: Von 1.000 € auf 900 € entspricht 100 € oder 10 %. Für die Interpretation muss klar sein, ob einzelne Buchungen, vollständige Trades, Spiele oder die gesamte Bankroll betrachtet werden.

Drift

Steigen einer Quote, zum Beispiel von 1,50 auf 1,60. Für einen neuen Back bietet die höhere Quote bei gleichem Einsatz einen höheren möglichen Gewinn. Bei einem neuen Lay steigt dagegen die Haftung. Ein bereits eröffneter Back verliert bei steigender Quote an Handelswert; für einen vorher eröffneten Lay kann die Bewegung günstig sein.

E
Edge (Vorteil)

Ein belastbar begründeter Vorteil gegenüber dem angebotenen Marktpreis. Eine hohe historische Torfrei-Quote allein belegt noch keinen wirtschaftlichen Vorteil: Kursgewinn, mögliche Verluste, Gebühren und die tatsächliche Ausführung gehören ebenfalls zur Bewertung.

Einzelwette

Eine angenommene Back- oder Lay-Wette. Ihr eigenes Abrechnungsergebnis ist nur ein Teil des vollständigen Trades. Eine verlorene Gegenwette kann zusammen mit dem Einstieg und weiteren Wetten dennoch zu einem positiven Nettoergebnis beitragen.

Entry (Einstieg)

Eröffnung einer Position zu einer tatsächlich angenommenen Quote. Zum Einstieg gehören die Bedingungen des Setups, die Einsatzhöhe, die geplante Haltedauer und der vorgesehene Ausstieg. Erst die bestätigte Wette erzeugt die offene Position.

ETTF – Erst-Tor-Toleranzfenster Freds Auswertung

Freds Auswertungsbegriff für die Frage: Ab welcher Minute konnte das erste Tor in den untersuchten Spielen fallen, während die betrachtete Bedingung für Unter 2,5 Tore in der ersten Halbzeit erfüllt blieb? Eine Ausgabe wie „1. Tor ab 24’“ ist eine zeitliche Schwelle, keine Vorhersage des ersten Tores. Datenbasis, Trefferquote und Behandlung der Nachspielzeit gehören zur Auswertung.

Exit (Ausstieg)

Schließen oder Reduzieren einer Position. Der Ausstieg kann an eine Quote, eine Zeitgrenze oder ein Spielereignis gebunden sein. Für die Auswertung zählen die tatsächlich ausgeführten Gegenwetten und die danach verbleibende Restposition.

Expected Goals (xG)

Modellwert für die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmter Abschluss zu einem Tor wird. Die aufsummierten xG beschreiben die Qualität der erfassten Chancen. Sie sind weder eine feste Toranzahl noch unmittelbar die Wahrscheinlichkeit eines Treffers in den nächsten zwei Minuten.

Expected Value (EV / Erwartungswert)

Erwarteter durchschnittlicher Gewinn oder Verlust eines festgelegten Vorgehens über viele vergleichbare Wiederholungen. Im Scalping werden dafür die möglichen Trade-Ergebnisse mit ihren Wahrscheinlichkeiten gewichtet und die Kosten berücksichtigt. Die Wahrscheinlichkeit eines torfreien Fensters ist nur ein Baustein dieser Rechnung.

Exposure (Gesamtrisiko)

Offene finanzielle Belastung einer Position oder einer Gruppe von Positionen. Für die Bewertung werden die möglichen Ergebnisse nach allen bereits angenommenen Gegenwetten betrachtet. Bei mehreren Märkten im selben Spiel können Verluste miteinander zusammenhängen.

F
Fill / Matched (gefüllt)

Bestätigte Annahme einer Order durch die Börse. Die Annahme kann vollständig oder nur teilweise erfolgen. Für die Absicherung wird mit dem tatsächlich angenommenen Betrag gerechnet.

Fractional Kelly

Verwendung eines Bruchteils des rechnerischen Kelly-Einsatzes, zum Beispiel der Hälfte oder eines Viertels. Die gewählte Quote reduziert die Einsatzhöhe gegenüber dem Modellwert. Die Qualität der angenommenen Wahrscheinlichkeiten und das passende Gewinn-Verlust-Modell bleiben dabei entscheidend.

Freeze / Market Suspension

Vorübergehende Unterbrechung des Marktes, etwa bei einem Tor, einer VAR-Prüfung oder einem anderen relevanten Ereignis. Währenddessen ist die Ausführung eines Ausstiegs nicht möglich. Was mit noch nicht angenommenen Orders geschieht, richtet sich nach den Marktregeln.

Front-Running

Im engeren Handelsgebrauch das Positionieren vor einer bekannten, noch nicht ausgeführten fremden Order, um deren erwarteten Preiseffekt auszunutzen. Ein Einstieg vor einer nur vermuteten Druckphase oder Quotenbewegung wird hier als antizipierender Einstieg bezeichnet.

FT – Full Time / Gesamtspiel

Bezeichnung für den Gesamtspielzeitraum eines Marktes. Bei üblichen Fußballmärkten umfasst er die reguläre Spielzeit einschließlich Nachspielzeit; eine Verlängerung wird normalerweise separat behandelt. Für die genaue Abrechnung gelten die Regeln des benannten Marktes.

G
Game State (Spielzustand)

Aktueller Zustand des Spiels: Spielminute, Spielstand, Karten, Spieltempo und weitere relevante Umstände. Dieselbe Under-Linie kann bei 0:0 in Minute 20 anders zu beurteilen sein als bei 1:1 in Minute 80.

Gegenposition

Wette, deren Ergebniswirkung einer vorhandenen Position entgegenwirkt. Im selben Markt wird ein Back typischerweise durch Lay und ein Lay durch Back reduziert. Eine Absicherung über einen anderen Markt muss für alle betroffenen Ausgänge gesondert berechnet werden.

Gestaffelte Absicherung

Schrittweiser Aufbau von Gegenwetten statt eines einzigen vollständigen Ausstiegs. Nach jeder ausgeführten Stufe werden das neue Ergebnisprofil und die Restposition betrachtet. Der Trade wird abschließend über alle zugehörigen Wetten und Gebühren gemeinsam bewertet.

Green / Red (P&L-Farben)

Darstellung von Gewinn und Verlust in der Marktansicht. Bei laufenden Positionen können die Werte je nach Ausgang unterschiedlich sein. Eine rote Einzelbuchung aus einer Gegenwette ist von einem negativen Nettoergebnis des vollständigen Trades zu unterscheiden.

Greenbook / Greening Up

Eine Kombination ausgeführter Wetten, die auf allen abgedeckten Ausgängen einen positiven Gewinn zeigt. Werden die Einsätze passend berechnet, kann der Gewinn gleichmäßig verteilt werden. Ein vollständiger Ausstieg kann jedoch auch einen ausgeglichenen Verlust ergeben; er ist dann kein Greenbook.

Grüne Zone / Grünblock Freds Auswertung

Freds Bezeichnung für benachbarte Minuten, die vorgegebene statistische Auswahlbedingungen erfüllen und zusammen einen nutzbaren Bereich bilden. Die Farbe kann eine hohe Torfrei-Quote oder eine bestimmte Regel kennzeichnen. Sie ist von einem Greenbook in der Wettbörse zu unterscheiden.

GSR – Goal Shock Response Freds Auswertung

Freds Auswertungsbegriff für die Reaktion nach dem ersten Tor. Untersucht wird, ob im festgelegten kurzen Folgefenster ein weiterer Treffer fiel. „+4M“ bezeichnet ein Vier-Minuten-Fenster. Beim Einsatz in der ersten Halbzeit muss dieses Fenster innerhalb des vorgesehenen Auswertungszeitraums liegen; spätere Tore sind ein anderer Untersuchungsfall.

H
Haltezeit / Haltedauer

Zeit zwischen dem tatsächlichen Einstieg und dem tatsächlichen Ausstieg. Ein Zeitfenster ohne Tor ist für einen Scalp nur dann passend ausgewertet, wenn es die reale Haltezeit abdeckt. Geplante und tatsächlich erreichte Haltedauer werden in der Dokumentation getrennt erfasst.

Hedge (Absicherung)

Platzieren passender Gegenwetten, um die Verteilung möglicher Gewinne und Verluste zu verändern. Die Absicherung kann vollständig oder schrittweise erfolgen. Entscheidend ist das Ergebnisprofil nach den tatsächlich angenommenen Wetten.

Heim-/Auswärtsrolle

Rolle einer Mannschaft in den historischen Vergleichsspielen. Eine Auswertung der Heimspiele des Heimteams und der Auswärtsspiele des Gastteams verwendet andere Daten als eine Auswertung sämtlicher Begegnungen. Die gewählte Rolle gehört zur Beschreibung der Datenbasis.

Historisch 100 %

Alle auswertbaren Fälle einer benannten Stichprobe erfüllten die untersuchte Bedingung. Beispiel: 30 von 30 geprüften Fenstern blieben torfrei. Die Aussage beschreibt diese Beobachtungen und ihren Datenumfang; sie ist keine feststehende Wahrscheinlichkeit für ein neues Spiel.

Hold (Position halten)

Bewusstes Weiterhalten einer offenen Position innerhalb der vorgesehenen Regeln. Ein geplantes torfreies Zeitfenster und das aktuelle Spielbild können dafür Anhaltspunkte liefern. Die erlaubte Haltedauer und die Ausstiegsbedingungen werden dabei weiterhin beachtet.

HZ – Halbzeit

Abkürzung für Halbzeit. Ein Markt zur ersten Halbzeit umfasst üblicherweise deren Nachspielzeit. Eine Minutenanalyse kann dagegen bewusst einen engeren Bereich, etwa 0 bis 40 oder bis zur normierten Minute 45, verwenden. Marktzeitraum und statistischer Zeitraum werden deshalb ausdrücklich unterschieden.

I
Implied Probability (implizite Wahrscheinlichkeit)

Aus einer Dezimalquote abgeleiteter rechnerischer Wahrscheinlichkeitswert: 1 ÷ Quote. Quote 2,00 entspricht 50 %, Quote 1,25 entspricht 80 %. Gebühren, Buchmachermarge und der Unterschied zwischen Back- und Lay-Preis müssen bei weitergehenden Bewertungen zusätzlich berücksichtigt werden.

In-Play

Handel oder Wetten während des laufenden Spiels. Quoten reagieren auf verstrichene Zeit und neue Informationen. Die Annahme einer Order kann durch Live-Verzögerung, fehlende Liquidität oder eine Marktsperre beeinflusst werden.

In-Play Delay (Live-Delay)

Von der Plattform vorgegebene Verzögerung zwischen dem Absenden einer Live-Order und ihrer möglichen Ausführung. Davon zu unterscheiden ist die Verzögerung eines Streams oder Datenfeeds. Beide können dazu führen, dass Spielbild, angezeigte Quote und Ausführung zeitlich auseinanderliegen.

Ineffizienz

Abweichung des angebotenen Marktpreises von einer sachlich begründeten Bewertung. Ob ein vermuteter Preisfehler nutzbar ist, hängt auch von Ausführbarkeit und Kosten ab. Ein ungewöhnlicher Quotensprung allein beweist keine Ineffizienz.

K
Kelly-Kriterium

Mathematisches Verfahren zur Einsatzwahl, das unter festgelegten Modellannahmen das erwartete logarithmische Kapitalwachstum maximiert. Für eine binäre Wette mit Dezimalquote o und Gewinnwahrscheinlichkeit p gilt vor Kosten: f = (o × p − 1) ÷ (o − 1), sofern der Wert positiv ist. Ein kurzer Scalp hat ein eigenes Gewinn-Verlust-Profil; seine Einsatzwahl lässt sich daher nicht allein aus der Torfrei-Quote ableiten.

Kill-Switch

Festgelegtes Kriterium zum Beenden weiterer Handelsaktivitäten, etwa ein technischer Ausfall oder eine erreichte Verlustgrenze. Das Stoppen neuer Orders und das Reduzieren bereits offener Positionen sind dabei zwei getrennte Aufgaben.

Korrelation

Statistischer Zusammenhang zwischen zwei Größen. Bei Trades können beispielsweise mehrere Under-Positionen im selben Spiel durch dasselbe Tor beeinflusst werden. Eine Korrelation beschreibt einen Zusammenhang, erklärt aber für sich allein keine Ursache.

L
Ladder (Quotenleiter)

Quotenleiter eines Trading-Programms. Sie ordnet erlaubte Quotenstufen und die dazugehörigen Geldmengen übersichtlich an. Je nach Software lassen sich darüber Orders platzieren, ändern oder stornieren.

Lay-to-Back

Handelsfolge: zuerst Lay, anschließend Back derselben Auswahl. Eine höhere Back-Quote kann bei passenden Einsatzgrößen einen Gewinn verteilen. Die Einsätze werden aus den tatsächlichen Quoten berechnet; gleiche Back- und Lay-Einsätze erzeugen nicht automatisch ein ausgeglichenes Ergebnis.

Lay-Wette

Wette gegen das Eintreten eines Ereignisses. Lay Unter 2,5 Tore gewinnt bei mindestens drei Treffern im abgerechneten Zeitraum. Der Lay-Einsatz ist vor Gebühren der mögliche Gewinn, wenn das Ereignis nicht eintritt. Der mögliche Verlust wird als Liability bezeichnet.

Liability (Haftung)

Haftung einer einzelnen Lay-Wette: Lay-Einsatz × (Quote − 1). Beispiel: 20 € Lay-Einsatz bei Quote 3,00 ergeben 40 € Haftung. Nach weiteren Gegenwetten muss zusätzlich das gemeinsame Ergebnisprofil betrachtet werden.

Limit-Order

Wettangebot mit einer festgelegten Quotengrenze. Beim Back wird eine Mindestquote, beim Lay eine Höchstquote vorgegeben; die Ausführung kann innerhalb dieser Grenze auch zu einer besseren Quote erfolgen. Findet sich keine passende Gegenseite, bleibt die Order ganz oder teilweise unangenommen.

Liquidity (Liquidität)

Aktuell zur Annahme verfügbares Geld an bestimmten Back- oder Lay-Quoten. Die Geldmenge direkt am gewünschten Preis beeinflusst, wie viel Einsatz dort ausgeführt werden kann. Bereits gehandelter Umsatz ist eine andere Größe.

LTP (Last Traded Price)

Zuletzt tatsächlich gehandelte Quote einer Auswahl. Sie zeigt, wo eine Ausführung stattgefunden hat. Der letzte gehandelte Preis kann jedoch von den aktuell verfügbaren Back- und Lay-Quoten abweichen.

M
Market Depth (Markttiefe)

Verteilung der verfügbaren Geldmengen über mehrere Quotenstufen. Sie zeigt, welche Preise bei einem größeren Einsatz möglicherweise benötigt werden. Für einen Scalp ist damit erkennbar, ob die gewünschte Ein- oder Ausstiegsgröße am aktuellen Preis Platz findet.

Market Efficiency (Markteffizienz)

Ausmaß, in dem die Marktpreise verfügbare Informationen verarbeiten. Eine eigene statistische Einschätzung kann davon abweichen. Ob diese Abweichung einen Vorteil liefert, muss anhand nachfolgender Ergebnisse und der Handelskosten geprüft werden.

Market Maker

Marktteilnehmer, der Wettangebote auf beiden Seiten eines Marktes bereitstellt. Er kann dadurch Liquidität anbieten und versucht unter anderem, am Spread zu verdienen. Nicht jedes auf beiden Seiten stehende Angebot gehört zum selben Teilnehmer.

Market Momentum

Beobachtete Bewegung der Quoten in eine Richtung. Sie kann durch Spielereignisse, neue Informationen oder Geldzuflüsse ausgelöst werden. Quotenbewegung und Druck auf dem Spielfeld werden getrennt betrachtet, weil beides nicht immer gleichzeitig auftritt.

Markt-Block Freds Auswertung

Freds Gruppierung zusammengehörender Buchungen, beispielsweise nach Datum, Spiel, Strategie und Markt. Einstiege und Gegenwetten werden darin gemeinsam ausgewertet. Für das vollständige Nettoergebnis müssen auch alle zugehörigen Gebühren korrekt zugeordnet sein.

Match Selection

Auswahl geeigneter Spiele anhand festgelegter Kriterien, beispielsweise Datenqualität, Mannschaftsprofil, Marktliquidität und aktuellem Spielzustand. Diese Vorauswahl erfolgt vor dem konkreten Einstieg.

Matched / Unmatched

Matched bedeutet angenommen; unmatched bedeutet noch nicht angenommen. Eine teilweise angenommene Order enthält beide Anteile. Der offene Handel wird aus den bestätigten Beträgen berechnet, während verbleibende Angebote separat verwaltet werden.

N
Nachspielzeit

Zusätzliche Spielzeit am Ende einer Halbzeit. Eine Angabe wie 45+2 bezeichnet eine andere zeitliche Information als eine pauschal auf 45 normierte Torzeit. Wird Nachspielzeit in einer Analyse ausgeschlossen oder zusammengefasst, muss diese Regel benannt werden.

Nettoergebnis

Summe der Gewinne und Verluste aller zusammengehörenden Wetten nach den zugehörigen Gebühren. Es kann je Markt, vollständigem Trade oder Spiel berechnet werden. Hohe positive und negative Einzelbuchungen können zusammen nur einen kleinen Nettogewinn ergeben.

O
Odds Movement (Quotenbewegung)

Veränderung einer Quote im Zeitverlauf. Ursachen können verstrichene Spielzeit, Spielereignisse, neue Informationen und Veränderungen im Orderbuch sein. Für die Auswertung wird zwischen angezeigten und tatsächlich gehandelten Preisen unterschieden.

Order Matching

Zusammenführen zueinander passender Wettangebote. Dabei müssen Quote, Betrag und die Regeln des Marktes zusammenpassen. Nur der angenommene Teil eines Angebots wird zur tatsächlichen Wette.

Over/Under-Markt (Totals)

Wettmarkt auf eine Toranzahl oberhalb oder unterhalb einer festgelegten Linie und innerhalb eines benannten Zeitraums. Unter 2,5 gewinnt bei höchstens zwei, Über 2,5 bei mindestens drei Toren. Halbzeit- und Gesamtspielmärkte haben unterschiedliche Abrechnungszeiträume.

Overfitting / Überanpassung

Zu starke Anpassung einer Regel an Besonderheiten der untersuchten Daten. Werden viele Minutenfenster oder Filter ausprobiert, kann zufällig eine auffällig gute Variante entstehen. Die anschließend festgelegte Regel wird daher an zusätzlichen, für ihre Auswahl ungenutzten Daten geprüft.

P
p-Wert

Wahrscheinlichkeit, unter der angenommenen Nullhypothese und dem gewählten Modell ein mindestens so extremes Testergebnis wie das beobachtete zu erhalten. Der p-Wert ist weder die Wahrscheinlichkeit, dass die Hypothese wahr ist, noch die Gewinnwahrscheinlichkeit einer Wette.

Partial Match (Teilfüllung)

Teilweise Annahme einer Order. Wird beispielsweise von einem Angebot über 100 € nur ein Betrag von 35 € angenommen, besteht die bestätigte Wette zunächst aus diesen 35 €. Eine Gegenwette wird deshalb passend zur tatsächlichen Position berechnet.

Position

Gesamtheit der aktuell zusammengehörenden Wetten und ihres Ergebnisprofils in einem Markt. Eine Position kann aus mehreren Einstiegen, Bestätigungen und Gegenwetten bestehen. Einsatzsumme und verbleibendes Risiko sind dabei unterschiedliche Größen.

Pre-Match

Handel vor Beginn eines Spiels. Quoten können unter anderem auf Aufstellungen, Ausfälle oder Geldzuflüsse reagieren. Beim Übergang zu In-Play bestimmen die Plattformregeln, was mit noch nicht angenommenen Angeboten geschieht.

Price (Quote)

Dezimalquote, zu der eine Wette angeboten oder angenommen wird. Sie bildet die Bewertung der Marktteilnehmer ab. Für die Handelsrechnung zählen die eigene Einstiegsquote und die tatsächlich ausgeführten Ausstiegsquoten.

Punters (Freizeitspieler)

Gebräuchliche englische Bezeichnung für Wettkunden; sie bezeichnet nicht automatisch unerfahrene oder uninformierte Teilnehmer. Im Trading werden häufig Kunden, die ein Endergebnis wetten, von Teilnehmern mit einem geplanten vorzeitigen Ausstieg unterschieden.

R
Restposition

Nach einer teilweisen Absicherung verbleibende, noch nicht ausgeglichene Ergebniswirkung. Je nach Ausgang kann daraus weiter ein Gewinn oder Verlust entstehen. Die Restposition wird nach jeder angenommenen Gegenwette neu berechnet.

Restzeit

Verbleibende Zeit im betrachteten Markt- oder Analysezeitraum. Bis zum Ende der ersten Halbzeit ist sie anders zu bestimmen als bis zum Ende des Gesamtspiels. Erwartete Nachspielzeit kann eine Rolle spielen, sofern das verwendete Modell sie einbezieht.

Risk of Ruin (RoR)

Modellierte Wahrscheinlichkeit, dass das Kapital eine definierte Untergrenze erreicht. Sie hängt unter anderem von Einsatzwahl, Gewinn-Verlust-Verteilung und Zusammenhängen zwischen Positionen ab. Die Aussage gilt nur für die Annahmen des verwendeten Modells.

ROI (Return on Investment)

Gewinn im Verhältnis zu einer ausdrücklich benannten Kapitalbasis. Beispiel: 100 € Nettogewinn auf 1.000 € Startkapital ergeben 10 % Kapitalrendite. Wird stattdessen durch die Summe aller Einsätze geteilt, handelt es sich um eine Umsatzrendite; beide Kennzahlen dürfen nicht vermischt werden.

S
Scalping

Kurzfristiger Handel mit kleinen Quotenbewegungen. Eine Position wird eröffnet und möglichst nach kurzer Zeit durch Gegenwetten wieder reduziert oder geschlossen. Beim Football-Scalping können Spielzeit, Spielbild und statistische Minutenfenster die Auswahl und den Ausstieg unterstützen.

Scratch Trade

Ausstieg mit einem Ergebnis ungefähr bei null. Dabei wird zwischen dem Ergebnis vor und nach Kosten unterschieden. Ein Scratch kann sinnvoll sein, wenn die ursprünglichen Bedingungen des Einstiegs nicht mehr vorliegen.

Setup

Klar beschriebene Kombination von Bedingungen, unter denen ein Trade grundsätzlich infrage kommt. Dazu können Markt, Spielstand, Minutenfenster, Mannschaftsprofil und Liquidität gehören. Der konkrete Zeitpunkt der Ausführung wird durch ein Einstiegssignal festgelegt.

Signifikanz

Ergebnis eines statistischen Tests, bei dem ein festgelegter Schwellenwert unter den gewählten Modellannahmen unterschritten wird. Signifikanz beweist weder die Wahrheit einer Hypothese noch einen wirtschaftlich relevanten Vorteil. Effektgröße, Stichprobe und die Zahl getesteter Varianten gehören zur Beurteilung dazu.

Slippage

Abweichung zwischen geplanter und tatsächlich ausgeführter Quote. Sie kann etwa entstehen, wenn Geld am gewünschten Preis nicht mehr verfügbar ist. Für eine Auswertung werden Richtung und Betrag der Abweichung berücksichtigt.

Spiele-Drawdown

Rückgang der Ergebniskurve, nachdem jedes Spiel mit seinem vollständigen Nettoergebnis eingetragen wurde. Sämtliche zugeordneten Trades und Gebühren eines Spiels werden dabei zusammengefasst. Diese Kurve zeigt eine andere Ergebnisebene als die Folge einzelner Buchungen.

Spielergebnis – Handelsergebnis

Für die Trading-Auswertung das gemeinsame Nettoergebnis aller zugeordneten Märkte und Trades eines Spiels. Es ist vom sportlichen Endstand zu unterscheiden. Die Positivquote vollständiger Spiele kann erheblich von der Gewinnquote einzelner Wetten abweichen.

Stake (Einsatz)

Betrag einer einzelnen Wette. Beim Back ist der Einsatz grundsätzlich der mögliche Verlust dieser Wette. Beim Lay bezeichnet der Einsatz den möglichen Gewinn vor Gebühren; der mögliche Verlust ergibt sich aus der Haftung.

Steam

Schnelles Fallen einer Quote, zum Beispiel von 2,00 auf 1,80. Ein bereits eröffneter Back kann dadurch zu einer günstigeren Gegenquote geschlossen werden. Für einen neuen Back ist der mögliche Gewinn bei gleichem Einsatz geringer; bei einem neuen Lay sinkt die Haftung.

Stichprobengröße

Anzahl der tatsächlich auswertbaren Beobachtungen. Bei Torfrei-Quoten sind das die geprüften Spiele oder Zeitfenster, bei Trade-Kennzahlen die vollständigen Trades. Mehrere Fenster aus demselben Spiel können zusammenhängen und sind nicht automatisch unabhängige Beobachtungen.

Stop-Loss

Vorab definierter Ausstieg bei einer ungünstigen Entwicklung, beispielsweise nach einem bestimmten Verlust, einer Quotenbewegung oder einem Spielereignis. Eine solche Regel ist keine zugesicherte Ausführungsquote: Verzögerungen, Liquidität und Marktsperren beeinflussen den tatsächlichen Ausstieg.

Suspension

Zeitweise Sperre eines Wettmarktes. Eine noch offene Position kann in dieser Phase nicht durch eine neue ausgeführte Wette verändert werden. Nach der Wiederöffnung können andere Quoten und Geldmengen vorliegen.

Synchronisierte Ruhezone Freds Auswertung

Freds Bezeichnung für gemeinsame Minutenbereiche, in denen in allen ausgewählten historischen Spielen beider Mannschaften kein Tor fiel. Die Ruhefenster werden zunächst je Team ermittelt und anschließend geschnitten. Heim-/Auswärtsrolle, Anzahl der Spiele und Mindestlänge des gemeinsamen Fensters gehören zur jeweiligen Variante.

T
Teil-Exit

Schließen eines Teils einer offenen Position durch eine passend berechnete Gegenwette. Ein Teil-Exit wird erst nach der tatsächlichen Annahme wirksam. Die danach verbleibende Restposition wird weiter nach den festgelegten Regeln verwaltet.

Tick

Ein erlaubter Quotenschritt auf der Preisleiter einer Börse, zum Beispiel von 1,50 auf 1,51. Die Euro-Wirkung eines Ticks hängt von Quote, Einsatz und Handelsrichtung ab. Ein Tick ist deshalb kein fester Geldbetrag.

Tick Size (Tick-Stufe)

Abstand zwischen zwei benachbarten erlaubten Quoten. Bei der klassischen Betfair-Preisleiter sind die Abstände je nach Quotenbereich unterschiedlich. Anbieter und Markt können abweichende Preisleitern verwenden.

Time Decay (Zeitwertverfall)

Zeitbedingte Veränderung einer Wettquote, weil weniger Spielzeit für weitere Ereignisse bleibt. In Under-Märkten begünstigt torlos verstrichene Zeit häufig sinkende Quoten. Der Effekt verläuft jedoch nicht mit konstantem Tempo; Spielstand, Spielbild und neue Informationen wirken gleichzeitig.

Torfrei-Quote

Anteil der untersuchten Fälle ohne Tor im festgelegten Fenster: torfreie Fälle ÷ auswertbare Fälle × 100. Beispiel: 27 von 30 Fenstern ergeben 90 %. Die Quote bezieht sich auf genau dieses Fenster und die benannten Bedingungen, nicht automatisch auf die gesamte Halbzeit oder einen profitablen Trade.

Trade

Zusammengehörender Handelsvorgang aus Einstieg, möglichem Nachsteuern und Ausstieg. Er kann mehrere Back- und Lay-Wetten enthalten. Für das Ergebnis werden alle zugehörigen Buchungen nach einer festgelegten Zuordnungsregel gemeinsam betrachtet.

Trade-Drawdown

Rückgang einer Ergebniskurve, die vollständige Trades nacheinander erfasst. Davon zu unterscheiden ist der zwischenzeitliche Rückgang innerhalb eines einzelnen laufenden Trades. Eine Auswertung muss benennen, welchen dieser beiden Werte sie verwendet und wie die Trades zeitlich geordnet sind.

Trading Out

Vorzeitiges Reduzieren oder Schließen einer Wettposition durch Gegenwetten. Das Handelsergebnis wird dadurch vor der endgültigen Marktentscheidung gestaltet. Ob danach noch eine Restposition besteht, hängt von Quote und Größe der ausgeführten Gegenwetten ab.

Trefferquote

Anteil der Fälle, die eine festgelegte Erfolgsbedingung erfüllen. Das kann eine torfreie Sequenz, eine gewonnene Einzelwette, ein positiver Trade oder ein positives Spiel sein. Diese Quoten werden getrennt ausgewiesen; für Profitabilität zählen zusätzlich die Gewinn- und Verlustbeträge.

Trefferzeiten

Zeitangaben der Tore eines Spiels. Für eine Minutenanalyse werden Quelle, Zeitformat und Behandlung von Nachspielzeit vereinheitlicht. Eine auf ganze Minuten gerundete Zeit enthält weniger Information als eine genaue Ereigniszeit.

Trigger – Einstiegssignal

Konkretes Signal, das innerhalb eines gültigen Setups eine Handlung auslöst. Das kann eine erreichte Minute, eine Quote oder eine passende Live-Beobachtung sein. Das Vorliegen eines Setups und das tatsächliche Auslösen eines Einstiegs sind getrennte Schritte.

U
Über Tore / Over

Wette auf mehr Tore als die benannte Linie im festgelegten Zeitraum. Über 0,5 benötigt mindestens ein Tor, Über 1,5 mindestens zwei und Über 2,5 mindestens drei Tore. Die Abrechnung bezieht sich auf den ausdrücklich genannten Marktzeitraum.

Umsatz

Summe der erfassten Wettbeträge nach einer ausdrücklich definierten Zählweise. Bei vielen Einstiegen und Gegenwetten kann der Umsatz hoch sein, obwohl der Nettogewinn klein bleibt. Bei Lay-Wetten muss klar sein, ob Lay-Einsatz oder Haftung gezählt wird.

Unter Tore / Under

Wette auf weniger Tore als die benannte Linie im festgelegten Zeitraum. Unter 0,5 erlaubt kein Tor, Unter 1,5 höchstens ein Tor und Unter 2,5 höchstens zwei Tore. Beim Scalping kann die Position bereits vor der endgültigen Entscheidung des Marktes geschlossen werden.

V
Value (Wert)

Positiver erwarteter wirtschaftlicher Wert bei der angebotenen Quote, sofern die eigene Wahrscheinlichkeits- und Ergebnisbewertung zutrifft. Beim Back einer einfachen Wette wird die angebotene Quote mit der eigenen Wahrscheinlichkeit verglichen. Beim Scalp ist das gesamte Ausstiegs- und Kostenprofil maßgeblich.

Variance (Varianz)

Statistisch die mittlere quadratische Abweichung der Ergebnisse von ihrem Erwartungswert. Im Trading beschreibt sie die Streuung der Gewinne und Verluste. Für vergleichbare Auswertungen muss dieselbe Ergebnisebene verwendet werden, etwa vollständige Trades.

Volatilität

Ausmaß der Schwankungen einer Quote über einen definierten Zeitraum. Der Ausdruck kann sich auf kurze Marktbewegungen oder längere Kursverläufe beziehen. Für den Vergleich müssen Zeitraum und Messmethode gleich sein.

W
Walk-Forward-Auswertung

Chronologische Prüfung: Für jedes historische Zielspiel werden ausschließlich vorher verfügbare Daten verwendet. Erst danach wird die Prognose mit dem späteren Ergebnis verglichen. Werden Regeln anhand der gesamten Prüfstrecke ausgewählt, ist für die endgültige Bewertung eine zusätzliche ungenutzte Prüfstrecke erforderlich.

Wetttagebuch

Dokumentation der eigenen Wetten, Entscheidungen und Ergebnisse. Zu einem Trade gehören beispielsweise Spiel, Markt, Quoten, Beträge, Einstieg, Haltedauer, Ausstieg und Gründe. Fred nutzt dafür seine Excelmappe 02_komplett.xlsm und wertet zusammengehörende Buchungen gemeinsam aus.

Y
Yield / Umsatzrendite

Nettogewinn geteilt durch die definierte Summe der Einsätze, ausgedrückt in Prozent. Beispiel: 100 € Nettogewinn bei 10.000 € erfasstem Einsatzumsatz ergeben 1 %. Für Back-/Lay-Trading muss die Behandlung der Lay-Beträge ausdrücklich angegeben werden.

Z
Zeitfenster (Window)

Festgelegter Abschnitt der Spielzeit, beispielsweise Minute 20 bis 24. Für die Auswertung muss feststehen, ob Tore an den Grenzen mitgezählt werden und wie Nachspielzeit behandelt wird. Ein statistisches Fenster und die tatsächliche Haltedauer eines Trades müssen zeitlich zusammenpassen.

Zwangs-Exit

Ausstieg, der durch eine vorbereitete Abbruchbedingung ausgelöst wird, etwa eine rote Karte, einen Wechsel im Spielbild oder das Ende der erlaubten Haltedauer. Er wird mit dem tatsächlich ausgeführten Preis dokumentiert.

Zwei oder mehr Tore – 2+

Die Schreibweise 2+ bedeutet mindestens zwei Tore. In einer Minutenanalyse muss zusätzlich das Zeitfenster genannt werden. „2+ Tore innerhalb von sechs Minuten“ ist etwas anderes als „2+ Tore bis Spielende“.