Gesamteinordnung der aktuellen Auswertung, 15.08.2026
Und hier die Modell-Steps vom ersten Spieltag: 14.08 – 17.08
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Die aktuelle Datenbasis umfasst 442 Spiele aus 53 Ligen, von denen bislang 66 Spiele vollständig beendet und auswertbar sind. Damit ist die Live-Stichprobe noch vergleichsweise klein, sie liefert aber bereits mehrere auffällige Unterschiede zwischen starken und schwächeren Signalen. Besonders wichtig ist dabei: Nicht jede Kennzahl eignet sich schon als eigenständige Prognose. Einige Bereiche zeigen bereits eine klare Staffelung, andere sind derzeit eher Beobachtungswerte.
Bei den grünen Zeitblöcken zeigt sich ein grundsätzlich positives Bild. Von 25 bislang vollständig auswertbaren Grünblöcken blieben 21 komplett torfrei, entsprechend 84,0 %. Noch interessanter für kurze Scalping-Haltezeiten ist die zeitliche Staffelung: Über 2 Minuten blieben 92,0 % torfrei, über 3 und 4 Minuten jeweils 88,0 %. Gleichzeitig fiel in keinem der 25 Grünblöcke mehr als ein Tor. Die Maximal-1-Tor-Quote liegt damit bislang bei 100 %. Das spricht dafür, die Grünbereiche eher als Unterstützung für kurze Haltephasen zu betrachten und nicht zwingend den gesamten markierten Bereich auszureizen. Je länger gehalten wird, desto mehr nimmt der Vorteil erwartungsgemäß ab.
Sehr stark fällt derzeit die Auswertung „Restzeit FT über 0,5 Tore“ aus. Von 39 ausgewerteten Signalen endeten 38 mit mindestens einem weiteren Treffer, also 97,4 %. Allerdings beträgt die durchschnittliche Wartezeit bis zu diesem Treffer rund 22,9 Minuten. Das ist ein wichtiger Unterschied: Das Signal scheint sehr gut darin zu sein, einen weiteren Treffer bis zum Spielende zu erkennen, ist aber kein Signal dafür, dass das Tor unmittelbar in den nächsten zwei oder vier Minuten fällt. Für eine kurzfristige Scalping-Entscheidung sollte dieser Wert deshalb anders behandelt werden als ein Grünblock oder Meta-Scalping-Signal.
Bei der Analyse 2+ Tore in kurzer Zeit liegt die Gesamtbasis derzeit bei 66,7 % ohne 2+ Tore innerhalb von sechs Minuten und 72,7 % innerhalb von vier Minuten. Interessant ist weniger der Gesamtwert als die Aufteilung. Die Kategorie UNTER LIGA erreicht momentan 90,0 % ohne 2+ Tore innerhalb von sechs Minuten bei zehn ausgewerteten Spielen. ERHÖHTES RISIKO liegt dagegen nur bei 47,4 % bei 19 Spielen. Hier erkennt man bereits eine deutliche Trennung. Weniger überzeugend ist momentan dagegen INTERESSANT beziehungsweise SEHR INTERESSANT + INTERESSANT: zusammen liegen diese Gruppen bei 66,7 % und damit praktisch auf Höhe der Gesamtbasis. Die Bezeichnung allein sollte deshalb derzeit noch nicht als besonders starkes Auswahlkriterium verstanden werden.
Bei DOPPELT INTERESSANT ist die Trennung nach Halbzeiten bemerkenswert. Die Spalte FE für die 1. Halbzeit steht aktuell bei 100,0 % ohne 2+ Tore innerhalb von sechs beziehungsweise vier Minuten, allerdings erst bei drei ausgewerteten Signalen. Die Spalte FF für die 2. Halbzeit erreicht 85,7 % bei sieben Signalen. Das Gesamtspiel-Signal in Spalte FD liegt dagegen lediglich bei 50,0 % für sechs Minuten und 66,7 % für vier Minuten. Der bisherige Eindruck spricht daher eher dafür, Spalte FE und Spalte FF getrennt zu betrachten, während Spalte FD derzeit deutlich schwächer wirkt. Wegen der kleinen Stichproben bleibt das aber noch ein Beobachtungssignal.
Die bislang stärkste Live-Auswertung bleibt die FT-Torobergrenze. Es wurden bisher 44 reale Signale in 41 Spielen ausgelöst – alle 44 wurden bestanden. Das 1T-Signal steht bei 27/27, das 2T-Signal bei 17/17. Besonders Under 5,5 hat bereits eine etwas brauchbarere Basis von 24/24. Under 6,5 steht bei 18/18, Under 4,5 dagegen erst bei 2/2. Diese Werte sind ausgesprochen erfreulich, aber auch hier sollte die 100-%-Serie nicht als zukünftige Garantie interpretiert werden. Für die praktische Gestaltung wirkt FI momentan am überzeugendsten als Bestätigung einer bereits bestehenden Under-Idee, insbesondere wenn das Signal tatsächlich zum vorgesehenen Torstand und zur vorgesehenen Minute ausgelöst wird.
Die B1-B3-Werte liegen als Modellreferenz bei ungefähr 90 bis 92 % für vier torfreie Minuten. B3 ist derzeit leicht am höchsten. Diese Zahlen sind aber noch keine gemessene Live-Trefferquote. Deshalb eignen sie sich aktuell besser als zusätzliche Bestätigung und weniger als eigenständiges Einstiegssignal.
Meta-Tor: momentan eher Schwäche als Stärke
Die korrigierte Auswertung von FM zeigt: Von den 442 Spielen werden aktuell 29 als 0–2 Tore, 315 als 3–4 Tore, 96 als 5+ Tore und nur 2 als „zu wenig Daten“ eingestuft.
Bei den 66 beendeten Spielen wurden jedoch nur 24 exakt der richtigen Tor-Klasse zugeordnet – 36,4 %. Für 0–2 sind es 1/2, für 3–4 sind es 19/51 und für 5+ 4/13. Auch die Meta-Stärke liefert momentan noch keine überzeugende Staffelung: STARK trifft 2/6, MITTEL 8/20 und SCHWACH 14/40. STARK ist momentan also nicht tatsächlich stärker als MITTEL oder SCHWACH.
Daraus würde ich derzeit keine eigenständige FT-Torwette ableiten. Meta-Torprognose und Meta-Stärke sind momentan klar Testwerte.
Interessanter ist dagegen bereits der Meta-Score FO. Spiele mit Score ≤ -3 kommen bislang auf durchschnittlich 2,38 Tore, während Score ≥ +3 bei 3,57 Toren liegt. Auch +1 bis +2 liegt mit 3,31 Toren höher als die negativen Gruppen. Das ist die gewünschte Richtung. Allerdings liegt Score 0 momentan ungewöhnlich niedrig bei 1,88 Toren. Der Verlauf ist also noch nicht sauber monoton. FO scheint deshalb derzeit eher als Richtungsindikator interessant zu sein als als fertige Prognose.
Meta-Scalping: derzeit der interessanteste neue Bereich
Deutlich besser sieht die Staffelung bei Meta-Scalping FP/FQ aus.
HOCH erreicht bei sieben beendeten Spielen 85,7 % ohne 2+ Tore innerhalb von sechs Minuten und ebenfalls 85,7 % innerhalb von vier Minuten. MITTEL liegt bei 68,8 % beziehungsweise 78,1 %. GERING fällt auf 59,3 % beziehungsweise 63,0 %.
Das ist bislang genau die Reihenfolge, die wir uns von einem sinnvollen Modell wünschen:
HOCH > MITTEL > GERING.
Die Datenbasis für HOCH ist noch sehr klein, trotzdem ist diese Staffelung wesentlich interessanter als die bisherige Meta-Tor-Klassifizierung. Wenn sich dieser Abstand über mehrere hundert Spiele hält, könnte Meta-Scalping zu einem echten zusätzlichen Filter werden.
Bedeutung für die Tipp-Gestaltung
Aus dem jetzigen Stand würde ich noch keine einzelne Kennzahl als alleinige Entscheidungsgrundlage verwenden. Besonders interessant werden Spiele, bei denen mehrere der derzeit stärkeren Hinweise zusammenfallen.
Für kurze Under-Scalps erscheint momentan eine Kombination wie Grünblock + Meta-Scalping HOCH + niedriges Kurzzeitrisiko/UNTER LIGA deutlich interessanter als ein Spiel, das nur eines dieser Merkmale besitzt. Falls zusätzlich ein passendes Halbzeit-Signal aus Spalte FE oder Spalte FF vorliegt, wäre das eine weitere Bestätigung.
Bei den Grünblöcken spricht die aktuelle Live-Auswertung eher für kurze 2-Minuten-Haltephasen als für das vollständige Ausreizen eines Grünbereichs. Vier Minuten bleiben interessant, liegen aber bereits vier Prozentpunkte unter der 2-Minuten-Quote.
Für eine FT-Under-Strategie ist momentan FI das stärkste beobachtete Signal. Die derzeitigen 44/44 sprechen klar dafür, die FT-Torobergrenze weiter intensiv zu verfolgen. Sie sollte aber als bestätigtes Signal zum jeweiligen Spielstand genutzt werden und nicht einfach als pauschale Vorab-Torprognose.
Weniger günstig erscheinen derzeit Meta-Tor als exakte Toranzahl-Prognose, die Bezeichnung Meta-Stärke als Vertrauensmaßstab und das Gesamtspiel-Signal Spalte FD. Auch ERHÖHTES RISIKO ist für kurze Under-Haltephasen momentan klar weniger attraktiv. Ebenso sollte das sehr starke Restzeit-FT-Signal nicht mit einem kurzfristigen Tor-Timing verwechselt werden: 97,4 % Trefferquote sind stark, aber durchschnittlich fast 23 Minuten Wartezeit sind für einen kurzen Scalping-Einstieg eine völlig andere Aussage.
Der derzeit stärkste Gesamteindruck lautet daher: Die Auswertung scheint momentan besser darin zu sein, ruhige beziehungsweise riskante kurze Spielphasen und Torobergrenzen zu unterscheiden, als die exakte Endzahl der Tore vorherzusagen. Genau dort würde ich die weitere Beobachtung konzentrieren.
